Über mich

Hunde!

Es gibt überhaupt nur zwei Phasen in meinem Leben, in denen ich ohne Hunde lebte. Ich bin mit Hunden aufgewachsen – vom Köngs-Pudel zum Zwerg-Pudel, vom Appenzeller Sennenhund zum Puddel-Appenzeller-Mix.  Es lebten immer Hunde (und Katzen) im Haus meiner Eltern!

pudel und co 6

 

Nach meinem Auszug von Zuhause, dauerte es drei Jahre, bis ich mir meinen ersten eigenen Hund holte: einen Golden Retriever.  Seit dem Tag allerdings, an dem ich ihn gekauft habe, wusste ich, dass etwas falsch war.  Nicht mit dem Hund an sich, aber mit den Umständen, in denen dieser süße, kleine Welpe  hineingeboren wurde. Egal. Ich liebte Baron. 
baron 2Den Namen hatte ich mir bei meinen Verwandten in den USA “geliehen”: Ich ging als Austauschschüler in Barrington Hills/Illinois auf die Highschool. Und wohnte in diesem halben Jahr bei meiner Tante, zusammen mit zwei wundervollen Golden Retrievern: Chamois and eben: Baron.

Vielleicht waren auch sie Nachfahren der Golden-Drei, dieser Golden Retriever, die in den 70igern jede Hundeshow gewonnen hatten und die über 200.000 Nachkommen haben sollen! Wer weiß?! Wir werden von diesen drei Golden Retrievern noch hören, in diesem Blog und später im Film.

Nachdem Baron gestorben war (an Krebs, übrigens), schwor ich, mir niemals wieder einen Hund anzuschaffen. Mein Golden war einfach zu special. Wie halt jeder Hund für den Besitzer vor allem erst mal eines ist: der beste Hund der Welt! Ein paar Jahr später klang das dann schon etwas aufgeweichter: nie mehr,… zumindest solange ich in der Stadt wohne.

Und trotzdem dauerte diese hundelose Phase fast 10 Jahre. Dann wurde ich schwach. Obwohl: Ich schiebe ja die Schuld auf meine Familie. Denn die wollten ihn ja eigentlich haben (nachdem ich ihnen Fotos gezeigt hatte, ok, bin selber schuld…)

Wir drehten gerade den ersten Teil des WDR-Films “Viel Rasse, wenig Klasse – Das Geschäft mit der Hundezucht”.  Wir filmten dabei auch einen Hundezüchter, der überzeugt davon war, dass seine Rasse krank bis auf die Knochen wäre, wegen ungezügelter Inzucht in den Zuchtvereinen. Er fragte den VDH, der Verband für das Deutsche Hundewesen, ob er Hunde seiner Rasse mit gesünderen Hunden einer anderen Rasse kreuzen dürfe, um das Blut, also die Gene, aufzufrischen. Der VDH hätte ihn gelassen, unter ihren Bedingungen. Eine davon hätte den Züchter ruiniert, finanziell. Er lehnte ab und trat aus dem VDH aus.

Was er als nächstes tat? Er suchte einen Rüden, der seinen Ansprüchen in Sachen Gesundheit und Charakter  genügte. Er fand Dakota. einen Australian Shepherd. Dakota arbeitete als Therapiehund im Altersheim.  Auf einem kleinen Hügel, mitten in der Eifel, traf dann Tessa, der Nova Scotia Duck Tolling Retriever, den Aussi Dakota. Was ein Bild. Tessa war als gesunder Vertreter  ihrer so kranken Rasse getestet worden, inklusive genetischen Tests. Welche Krankheiten auch immer diese ausschließen können und welche (noch) nicht.
dakota eifel 36

Die Hoffnung des Züchters ist aller Ehren wert: durch das Kreuzen der zwei reinrassigen Hunde, würden Welpen geboren werden, die das Beste aus beiden Welten ins ich tragen, genetisch gesprochen. Das hat er sich nicht ausgedacht, das ist eine wissenschaftlich gestützte These.

Es ist aber die Frage, die mich seither am meisten beschäftigt: ist das wahr? Denn Akiro, meine neuer bester Hund von Welt,  ist einer der sechs Welpen, die Tessa gebar (alles Rüden, was ziemlich doof war für den Züchter, er hätte dringend ein Weibchen gebraucht).
akiro welpen  14

Ist das also wahr, dass der “Toller-Aussi”-Mix besonders gesunde und langlebende Hunde generiert? Im Durchschnitt werden Duck Tolling Retriever nämlich nur erbärmliche acht Jahre alt! Ich will verdammt nochmal hoffen, dass Akiro viel länger leben wird!!

 

Heute, Anfang 2015, ist er dreieinhalb. Es geht ihm gut, wieder. Denn er war schon mal ziemlich krank. Doch davon später mehr!

Ich werde über ihn hier schreiben und er wird auch im Film vorkommen. Hey, was wäre der, ohne den Besten-Hund-Von-Welt?! 😉   Ausserdem ist er ja ein wichtiger Teil in meiner Suche:

akiro meranQuo vadis, canis? The search for long-living dogs.

 

3 replies »

  1. Warum kreuzt man denn einen Jagdhund (Retriever) mit einem Hütehund?
    Hätte es nicht viel mehr Sinn gemacht, sich bei den unzähligen Rassen der Jagdhunde ein passendes Expemplar herauszusuchen? Das würde der Rasse an sich, zur Erhaltung der Eigenschaften, welche sie als Jagdhunde auszeichnen doch viel mehr nützen?

    Verstehen Sie mich bitte nicht falsch!
    Ich habe nichts gegen überlegte Einkreuzungen – viele Rassen haben dies dringend nötig! Aber man sollte dies doch mit Sinn und Verstand tun und nicht “irgendeine” Rasse nehmen. Im Falle den NSDTR wären sicherlich Setter und Spaniel passender gewesen als ein Hütehund…

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    • Ich gebe ihnen Recht – Einkreuzungen müssen mit Sinn und Verstand gemacht werden! Aber ich glaube, dass es letztlich auf ganz andere Dinge ankommt als darauf, ob der Vater ein Hütehund und die Mutter ein Jagdhund sind. Oder?

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