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Ein Hundeleben – länger als 20 Jahre?

Ich hatte mal einen Golden Retriever. Der kam allerdings nicht aus Amerika (wo ja die drei Golden Boys aus den 70igern über 200.000 nachgewiesene Nachkommen haben, siehe Post hier ). Die Eltern meines Golden Retrievers gehörten bestimmt einem holländischen oder belgischen Hunde-Vermehrer. Per Zeitungsannonce bin ich nach Heinsberg ins Dreiländer-Grenzgebiet gefahren; das war in den frühen 90igern. Hab mich noch gewundert, warum erst niemand aufmacht, dann jemand ein Auto am Nachbarhaus parkt, um mir dann die Haustür zu öffnen, im Arm diesen kleinen, putzigen Golden Retriever. Wollte ich nicht die Mutter sehen? Doch, das hab ich tatsächlich gefragt. Und warum hab ich den Welpen trotzdem gekauft, obwohl ich die Mutter nicht sehen konnte? Weil ich genauso auf die Masche reingefallen bin, wie soviele vor und nach mir. Gott, was sind die süß! Mein Golden wurde übrigens immerhin elf Jahre alt. Und starb an: Krebs….

Das mit den Golden Boys und der hohen Krebsrate bei US-Golden-Retrievern hat mir Ted Kerasote erzählt. Es steht auch in seinem Buch Pukka´s PromiseThe Quest for longer-lived Dogs. Diese Suche nach dem länger lebenden Hund wird jetzt auch meine Reise.

ted and pukka names

Wir haben ihn in seiner wunderschönen Blockhütte mitten in den Rocky-Mountains besucht und gefilmt. Ein nicht allzugroßer Mann, der für seinen Labrador Pukka (gesprochen: Pakka) Elch jagen geht. Das kommt für uns Europäer erstmal nicht so politisch korrekt rüber. Dazu paart sich dann das verdrängte, schlechte Gewissen, dass wir zwar Fleisch essen (wenn wir noch Fleisch essen) und auch unseren Hunden Fleisch zu futtern geben, aber dass das mal lebendig war und irgendwie ums Leben kam, daran wollen wir nicht erinnert werden.

Wenn man sich aber von den Vorurteilen löst, und bedenkt, dass der Jäger zumindest mal keine Massentierschlachtungen vornimmt, und ihm dann zuhört, dann weiß man sehr schnell: dieser Mann liebt Hunde und weiß so wahnsinnig viel Fundiertes darüber.

Vor allem, wie man es als „Dog-Person“ anstellt, dass sie auch länger leben. „15, 16 Jahre, das erreichen einige Labrador-Züchter schon. Ich würde es aber lieben, wenn ich meinen Pukka 20 Jahre oder länger haben könnte.“

Wie man das erreicht – das will nun auch mein neuer Film zeigen:

Lang, gesund, glücklich – Ein Hundeleben? Quo vadis, canis? 

Vielleicht verrate ich einen Tipp jetzt schon mal: füttert kein Trockenfutter, vor allem keines mit Getreide wie Mais. Nicht nur, weil man nie weiß, was da sonst noch alles reingepresst wurde. Sondern, weil der Blutzuckerspiegel unserer Hunde durch Mais steigt. Studien haben gezeigt, so Ted, dass der am längsten lebt, der seinen Blutzuckerspiegel unter Normal hält.  Das gilt nicht nur für Hunde, das gilt auch für viele andere Lebewesen, den Menschen inklusive!

Und hier wie versprochen: Ein Preview zu unserem Film:

https://vimeo.com/118020044

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